Canonical Tag verstehen und richtig einsetzen

Canonical Tag verstehen und richtig einsetzen

Der Canonical Tag – In der Regel achten Webseitenbetreiber penibel darauf, keinen Duplicate Content zu erzeugen. Hauptsächlich aus Gründen des Urheberrechts und zur Optimierung des Suchmaschinenrankings. Allerdings kann Duplicate Content auch unbewusst auf den eigenen Seiten entstehen. Beispielsweise wenn die eigene Webseite über mehrere URLs erreichbar ist (www.meineseite.de, meineseite.de, meineseite.com, etc.). Häufig tritt dieser unbewusst erzeugte Duplicate Content auch im Zusammenhang mit Online-Shops auf, hier vor allem bei Produktunterseiten, die in unterschiedlichen Kategorien gelistet oder mit unterschiedlichen internen Suchanfragen aufgefunden werden. Für Webseitennutzer ist dies selbstverständlich kein Problem, dafür aber für den Betreiber.

Duplicate Content auf den eigenen Seiten verwirrt Suchmaschinen – Canonical Tag hilft

Suchmaschinen crawlen Webseiten, samt aller Unterseiten, um eine entsprechende Positionierung zu relevanten Suchbegriffen innerhalb der Suchergebnisse zu ermöglichen. Sofern Duplicate Content auf einer Webseite vorgefunden wird – etwa durch unterschiedliche URLs, werden die Suchmaschinen mehr oder weniger verwirrt. Sie wissen nicht, welche der Webseiten innerhalb der Suchergebnisse gelistet werden soll. Im schlimmsten Fall kann dieser Umstand sogar zu Abstrafungen und einem deutlich verschlechterten Ranking führen. Um solche Probleme zu vermeiden, haben die namenhaften Suchmaschinen wie Google, Bing oder Yahoo den sogenannten Canonical Tag eingeführt. Mit diesem Tag können Webseitenbetreiber den Suchmaschinen zeigen, welche Seite als Hauptseite gelistet werden soll.

Der Canonical Tag kurz vorgestellt

Der Canonical Tag ermöglicht es Webseitenbetreibern, Suchmaschinen zu zeigen, welche Seite Originalinhalte bietet und entsprechend in das Ranking einbezogen werden soll. Die Originalseiten werden auch als „kanonische Seiten“ bezeichnet. Einzufügen ist der Canonical Tag innerhalb des Headers der Seiten, die duplizierte Inhalte erzeugen. Die Crawler der Suchmaschinen wissen durch das Auslesen des Tags, dass es sich bei den jeweils betrachteten Seiten um keine unabhängigen Seiten handelt. Zudem verweist der Canonical Tag auf die kanonische Seite, sodass Suchmaschinen auch erfahren, welche Seite als Hauptseite gelistet werden soll. Mit dem Canonical Tag wird dem Webseitenbetreiber ein hilfreiches Werkzeug geboten, mit dem sich böse Überraschungen, etwa Abstrafungen aufgrund doppelter Inhalte, vermeiden lassen. Allerdings bringt der Canonical Tag auch diverse Risiken mit sich. Bei falscher Verwendung des Tags kann von verschiedenen Gefahren ausgegangen werden.

Die häufigsten Fehler im Zusammenhang mit dem Canonical Tag

  • Webseiten und Blogs können nicht nur identische Inhalte erzeugen, sondern ebenso Ähnlichkeiten. In diesem Fall spricht man auch von paginierten Seiten. Diese Seiten sind bei genauer Betrachtung weit davon entfernt, identisch zu sein. Dennoch neigen einige Seitenbetreiber dazu, paginierte Seiten vorsichtshalber mit einem Canonical Tag zu versehen. Infolgedessen werden aber nur die Inhalte der angegebenen Originalseite in den Suchmaschinen gelistet, obwohl alle weiteren Seiten generell auch eine Berechtigung zur Indexierung haben.
  • Ein weiterer Fehler im Umgang mit dem Canonical Tag ist die Verwendung von relativen URLs. Ein Beispiel für eine relative URL wäre /produkt1234.de. Verweist der Canonical Tag nun auf diese relative URL, gehen Suchmaschinen davon aus, dass die Originalseite https://meineseite.de/meineseite.de/produkt1234.de lautet. Richtig wäre allerdings https://www.meineseite/produkt1234.de. Um diesen falschen Verweis zu vermeiden, sollte der Canonical Tag immer auf den absoluten Pfad verweisen. Also hier https://www.meineseite/produkt1234.de.
  • Beim Kopieren von Templates oder auch bei der Nutzung von SEO-Plugins kann es vorkommen, dass Canonical Tags doppelt gesetzt werden. Um die mehrfache Verwendung des Verweises zu vermeiden, sollten Webseitenbetreiber regelmäßig den Quellcode ihrer Webseiten kontrollieren und gegebenenfalls eine Änderung durchführen.
  • Ein weiterer Fehler ist das Setzen des Canonical Tags im Body-Bereich. Suchmaschinen können eine kanonische Seite jedoch nur akzeptieren, wenn der Tag im Header-Bereich eingefügt ist. Im Header sollte er möglichst weit vorne stehen.
  • Wenn verschiedene Kategorieseiten auf ein und denselben Artikel verweisen, neigen Seitenbetreiber dazu, einen Canonical Tag einzufügen. Beispielsweise auf einem Blog mit unterschiedlichen Kategorien, auf dessen Kategorieseiten an oberster Stelle der beliebteste Artikel vorgestellt wird. Dies ist jedoch ein großer Fehler beim Einsatz des Hilfsmittels, denn dadurch werden die Kategorieseiten nicht mehr innerhalb der Suchergebnisse gelistet. Im Ranking würden die betreffenden Seiten extrem zurückfallen, weshalb die Nutzung des Tags hier zu vermeiden ist.

Canonical Tag – Chancen und Risiken abwägen

Im Großen und Ganzen ist der Canonical Tag eine hervorragende Möglichkeit, um Hand in Hand mit Suchmaschinen zu gehen. Allerdings nur, solange dieser richtig und an geeigneter Stelle genutzt wird. Wird der Canonical Tag dagegen falsch oder an vollkommen unpassenden Stellen eingefügt, kann er nachteilige Auswirkungen auf das Suchmaschinenranking einer Webseite haben. Wichtig ist, genau abzuwägen, wann der Einsatz sinnvoll ist und regelmäßig den Quellcode der eigenen Seiten zu kontrollieren, um böse Überraschungen zu vermeiden.

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